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holdirhilfe.org Karte zum Auflegen und Abgebenholdirhilfe.org Karte zum Auflegen und AbgebenWenn Eltern nicht lieben - Eltern, die Bemutterung brauchen

Eltern, die Bemutterung brauchen
sind oft mit einer Depression oder irgendeiner Form von Sucht beschäftigt oder selber noch wie ein Kind. Ihre Kinder sollen sich um sie kümmern (aufräumen, putzen, kochen, auf die Geschwister schauen, Wunden versorgen, die Polizei rufen, zuhörende und tröstende sowie vertraute Person sein, Experte/-innen für Lösungen finden werden, u.a.m. tun und sein). Die Rollen werden getauscht - es kommt zur sogenannten Parentifizierung: die Kinder übernehmen die Rolle der Eltern, müssen schnell erwachsen werden, und ihre kindhaften Eltern bemuttern, auch wenn sie eigentlich selber Führung und Schutz bräuchten.
Jedoch: We
der Depressionen, Krankheit, Sucht noch andere Probleme entbinden Eltern von ihrer Veranwortung bezüglich der liebevollen Fürsorge für ihre Kinder und deren Betreung!

Die Realität von Eltern, welche die Bemutterung durch ihre Kinder brauchen ist jedoch jene, dass sie sich häufig voller Hoffnungslosigkeit, Selbstmitleid und Traurigkeit in ihre eigene Welt zurückziehen und ihre Rolle als Betreuungsverantwortliche vernachlässigen. Wohl sind sie zu Hause, aber selten sind sie derart präsent, um Entscheidungen treffen, sowie die Leistungen ihrer Kinder wahrnehmen, oder diese bei Traurigkeit, Enttäuschung und Verletzungen trösten zu können, und ihre Verantwortung für sich selber und ihre Kinder zu übernehmen.

Oft lösen sie permanent Chaos, Krisen und Dramen aus, welche explosiv über Kinder einbrechen, und welche die Kinder wiederum versuchen "in den Griff zu bekommen". Vielfach beschimpfen Bemutterung brauchende Eltern ihre Kinder wie aus dem Nichts heraus Schuld am von Eltern ausgelöstem Chaos, an einer Krise oder einem Drama, oder selbst am schlechten Wetter zu haben, oder besserwisserisch und egoistisch zu sein.
Versuchen sich Kinder mit ihrer Not
jemandem anzuvertrauen, und erfahren dies die Eltern, kann dies zu absolut unverhältmässigen Abstrafungen führen. Dieselben Kinder sollen ihre Eltern dabei unterstützen, die Fassade einer heilen Familie aufrecht zu erhalten.

Bemutterung brauchende Eltern verfügen über äusserst geringe Selbstdisziplin, und sind entsprechend nicht in der Lage gesunde Disziplin, Regeln und Grenzen zu geben. Dies wiederum kann dazu führen, dass sich Kinder mit wenig oder keinen Grenzen bereits früh in heftige Erfahrungen mit Drogen, Alkohol, Sex, Teenagerschwangerschaften und anderem mehr begeben.

Eltern als erwachsene Personen haben den Auftrag sich selbst zu helfen, so dass sie in der Lage sind, angemessen für ihre Kinder sorgen zu können, denn sie sind für das Leid, welches sie ihren Kindern zufügen, indem sie diese in die Rolle der Fürsorglichen, der Bemutternden drängen, zu 100 Prozent verantwortlich.

Denn wenn Bemutterung beanspruchende Eltern nicht ihre Verantwortung übernehmen, glauben Kinder, dass es ihre Aufgabe sei, ihre Eltern glücklicher zu machen, alles besser zu machen, was sie jedoch nie schaffen können, sie sich immer wieder als Scheiterende erleben, und noch viel tragischer, sie sehr rasch erwachsen werden lässt. Viele Kinder können sogar stolz darauf sein, als schon "so erwachsen", "so klug/weise" und "so verantwortungsvoll" bezeichnet zu werden. Der Preis den Kinder dafür zahlen müssen ist aber extrem hoch:

  • Kinder erkennen früh, dass sie niemanden haben, der sie bemuttert, und dass mit ihren Eltern etwas nicht stimmt.
  • Sie erleben keine glückliche Kindheit mit Unbekümmertheit, Freude, Vergnügen, Spiel, Spontaneität, und bekommen keine Anerkennung für ihre Einzigartigkeit und ihren Wert.
  • Sie lernen nicht auf ihre Gefühle und Wünsche zu achten, sondern Mitleid mit ihren Eltern zu haben, für diese zu lügen, sie zu schützen und zu verteidigen, und sich nur "gut" fühlen zu dürfen (können), wenn es ihren Eltern "gut" geht.
  • Sie begreifen früh, dass es wichtig ist, dass sie ihren Eltern keine Sorgen machen dürfen.
  • Wenn sie etwas für sich selber machen möchten, plagt sie das Gefühl, die Eltern im Stich zu lassen.
  • Sie sind permanent überfordert, Probleme lösen zu versuchen, und mehr als oft erleben sie, dass ihre Lösungen zum Scheitern verurteilt sind, denn nichts hilft, dass sich die Eltern ändern.
  • Bei Scheitern fühlen sich Kinder unzulänglich und schämen sie sich für das Scheitern.
  • Sie machen sich für alles was schief läuft Vorwürfe, geben sich die Schuld daran.
  • Sie fixieren sich in der Idee nur alles richtig machen zu müssen und unablässig dafür zu arbeiten.
  • Sie glauben sich nur auf sich verlassen zu können, und alles alleine machen zu müssen.
  • Sie denken, dass andere sie nur für das mögen, wofür sie sich nützlich machen.
  • Sie sind davon überzeugt, dass sie immer stark sein müssen, denn Hilfe holen bedeutet schwach sein.
  • Sie leiden unter ihren Pflicht- und Schuldgefühlen, der Last auf ihren Schultern, der übermässigen Verantwortung beziehungsweise hohem Verantwortungsbewusstsein bezüglich der Sorge um andere, aber auch an mangelndem Selbstwertgefühl und fehlender Selbstachtung.
  • Sie verdrängen Traurigkeit, Wut und das Gefühl nicht anerkannt, sondern ausgenutzt zu werden.
  • Als Erwachsene fallen sie auf Problempartner/-innen rein, und finden sich in der Helfer-/innen-Rolle wieder, in welcher sie ihre Überlebensstrategie bis zum völligen ausbrennen weiter praktizieren: helfen, helfen, helfen. Viele fühlen sich ausserdem zu beruflichen Tätigkeiten in Medizin, Pflege, Sozialarbeit und Therapie hingezogen.

Vgl. und Zitate: Susann Forward, "Wenn Mütter nicht lieben, Töchter erkennen und überwinden die lebenslangen Folgen", Goldmann Verlag: 2015

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