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holdirhilfe.org Karte zum Auflegen und Abgebenholdirhilfe.org Karte zum Auflegen und AbgebenNeuorientierung - Neuanfang

Jede Form von Gewalt missachtet und verletzt die Würde eines betroffenen Menschen aufs Extremste.

Um sich aus gewalttätigen Situationen und Beziehungen lösen zu können, ist es sinnvoll, sich darauf einzustellen, dass eine Neuorientierung und Neuanfang in verschiedenen Hinsichten ansteht.

Wenn Menschen aktiv gesunde Beziehungen/Partnerschaften gestalten wollen, müssen sie laufend üben, eigene Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen, offen anzusprechen sowie deren Befriedigung aktiv anzustreben. Dies ist ein lebenslanger, aber durchaus erfüllender Prozess, während welchem permanent folgende Fragen zu klären sind:

  • Wer bin ich?
  • Was will ich?
  • Wie kann ich das, was ich möchte erreichen?
  • Was sind meine Bedürfnisse?
  • Wie befriedige ich meine Bedürfnisse eigenständig?
  • Wo bin ich dabei auf andere Personen angewiesen?
  • Welche Kompromisse will und muss ich eingehen?
  • Bleibt dabei genügend Raum für mich?
  • Wie teile ich meine Bedürfnisse und Wünsche mit?
  • Wo hole ich mir Unterstützung und Hilfe?
  • Wie sieht eine partnerschaftliche Beziehung aus? (...ein Blick auf das Rad der Partnerschaft)

Wichtig ist Liebe neu zu definieren
Liebevolles Verhalten macht nicht traurig, schafft keine Schuldgefühle und keinen Selbsthass, sondern generiert und erhält emotionales Wohlbefinden. Liebevolles Verhalten tut nicht weh, sondern ist gut. Wenn sich jemand liebevoll verhält, fühlen sich der/die andere "[...] akzeptiert, gemocht, wertvoll und respektiert. Echte Liebe schafft Gefühle von Wärme, Freude, Sicherheit, Stabilität und innerem Frieden."

Für von Gewalt Betroffene mit emotionalem Abhängigkeits-Rollenverhalten, welche in gestörten Systemen oder im Umfeld von Tatpersonen leben oder arbeiten, ist der Weg der Neuorientierung und des Neuanfangs, genauso wie für Tatpersonen, ein umfassender Prozess der Veränderung. Es müssen Überzeugungen überprüft und eventuell über Bord geworfen, altes Rollenverhalten abgelegt und neues Rollenverhalten erlernt, sowie in die Tat umgesetzt werden.

Lange Zeit können unbewusste Ängste diesen Weg jedoch behindern oder blockieren, aufgrund

  • der Angst vor Verlust der Anerkennung, vor dem eigenen Versagen, vor Vorwürfen.
  • dessen, den geliebten Menschen, die "ganze Schlacht" verlieren zu können.
  • des als 'un-wert' entdeckt zu werden.
  • dessen zugeben zu müssen, dass man/frau einem Scheinbild nachgejagt ist, dass man/frau nicht geliebt wird, dass man/frau nicht genug getan und vorzeitig aufgegeben haben oder man/frau an den Pranger gestellt werden könnte.

Aussteigen aus bisherigem Rollenverhalten, aus von Gewalt und Problemen betroffenen sozialen Systemen oder gewaltbesetzten Situationen und Beziehungen bedeutet, mutig einen Systemwechsel zu vollziehen. Nämlich den bewussten Wechsel von einem dysfunktionalen hin zu einem intakten, lebendigem Leben.

Um Klarheit zu gewinnen, müssen, Schritt für Schritt das eigene Leben, Einstellungen, Werte, Überzeugungen, das eigene Verhalten, Denken und Tun von Grund auf überdacht und gewandelt werden. Auch Rollen wollen dann bewusst wahrgenommen und gewählt, diesen entsprechendes Rollenverhalten trainiert, sowie das eigene Leben mit neuen Inhalten gefüllt und aufgebaut werden.

Während eines solchen Systemwechsels ist es definitiv wichtig und sehr hilfreich, sich von Aussenstehenden (Beratungsstellen, Therapeuten, wichtigen Bezugspersonen) so lange dabei begleiten zu lassen, bis neue, gesunde Handlungsweisen und Alltagsabläufe eingespielt und stabilisiert werden konnten.

Während einem begleiteten Systemwechsels haben Menschen viele Chancen, beispielsweise sich mit folgenden Aspekten, Themen und Bereichen zu befassen:

  • Mut zur Veränderung schöpfen
  • Ziele formulieren
  • Lösungen erarbeiten
  • STOPP und NEIN sagen lernen und üben
  • Gesunde Grenzen entwickeln
  • Ein Bewusstsein für die eigenen Gefühle und Bedürfnisse bekommen
  • Für das Wohl des eigenen Körpers (Ernährung, Pflege, Entspannung) sorgen
  • Werte und Lebenssinnfragen klären
  • Das Vertrauen in sein/ihre innere Kraft und die Eigen-Wertschätzung stärken
  • Den Glauben an eigene Fähigkeiten aufbauen
  • Gefühle wie Angst, Wut, Trauer und Schmerz zulassen und verarbeiten
  • Sich schwierigen, unangenehmen Situationen stellen
  • Die persönliche Gesprächs- und Konfliktfähigkeit ausbauen
  • Ein Verständnis für den eigenen Hintergrund, die Vorfahren und Angehörigen bekommen

Es braucht Zeit und Geduld mit sich selber bis die ersten Früchte eines Systemwechsels, einer Neuorientierung und eines Neuaufbaus geerntet werden können.

Die Qualität der Früchte jedoch - Lebensqualität, Freude, innere Gelassenheit, Ruhe, Frieden, Autonomie, Selbstverantwortung, Vertrauen - ist hoch. Bleibt noch die Frage: "Beginnt man/frau jetzt, heute, morgen, nächste Woche, nächsten Monat oder nächstes Jahr sich auf einen Systemwechsel einzulassen?" Wie auch immer, sich dabei Hilfe zu holen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit passend um eine Neuorientierung beziehungsweise einen Neuanfang zu starten.

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